Die folgenden Seiten geben einen Einblick vom kreativen Schaffen meines guten Freundes

Richard von Lenzano

E-Mail Adresse: richard.von.lenzano@googlemail.com

 

Seine seiner sehr interessanten HP's können Sie direkt besuchen unter:

 

http://www.brainstudio-panker.de/

Dieser Künstler ist nicht nur schriftlich tätig. Auch seine Fotografien sind Beeindruckend.

Mit ausdrücklicher Erlaubnis stelle ich Ihnen eine kleine Auswahl vor.



         Hybiskus                                                                          Mohn




    Pfirsichblüute                                                                          Weidenkätzchen


            

      Kristallglas                                                                           Sektflaschen


Lust zum Anschaun weitere Bilder bekommen?


Dann klicken Sie doch einfach folgene Links an


http://www.fotoartcircle.plusboard.de/


http://www.artpoint.plusboard.de/



Es folgt eine kleine Auswahl seines Lyrik-Pogrammes.




Abgetaucht 

Die Fröschlein saßen faul im Teich

und hatten Langeweile,

alle quakten sie zugleich -

sie kannten keine Eile.

 

Doch mit der Ruhe wars vorbei

es kam ein Storch geflogen,

dem war alles einerlei

er wollt die Fröschlein holen.

 

Dieser Storch warf einen Schatten

auf dem spiegelglatten Teich,

alle Frösche Chancen hatten -

sie tauchten ab, alle zugleich.

 

 
Richard von Lenzano



Das Aquarium

 

 

Ich hab' zu Haus

ein Aquarium

da schwimmen mitunter

Fische herum,

sie schwimmen lustig

durch das Wasser

und werden dabei

nicht einmal nasser.

 

Mitunter werden Fisch-

Weibchen schwanger,

dem Männchen wird

dann das Gemüt

umso banger,

denn es hofft auch viele

kleine Fischchen,

für das nasse

Mittagstischchen.

 

Richard von Lenzano

© 06/1973

 

 



Dein Freund und Helfer

 

 

Wer weiß es - oder kann es wissen

was sie alles leisten müssen?

Die meisten Leute sehn sie gerne 

doch manche lieber aus der Ferne,

gemeint sind hier die Polizisten

die nachts den Schlaf der Bürger schützen.

 

 

Er muss raus bei jedem Wetter

und wirkt sehr oft als Lebensretter,

er muss sein ein Maschinenschreiber

und häufig nachts auch Kühetreiber,

kontrollieret Land und Flur

er schützt die Tiere und Natur.

 

 

Ist Straßenfeger und auch Schlichter

hat viel zu tun  mit Staat und Richter,

Hunde einfangen - Pförtner spielen

beim Schießen auf die Beine zielen,

vieles muss der Schutzmann wissen

entscheiden nach Gesetz - Gewissen.

 

 

Sollt er selbst sich falsch verhalten

muss er seinen Kopf hinhalten,

beim Unfall muss er zeichnen können

den Opfern Trost und Wärme gönnen,

er gibt Auskunft und auch Rat

verhindert manche böse Tat.

 

 

Psychologisch muss er fühlen

wie sich mancher Streit lässt kühlen,

er muss viel Berichte schreiben

stets auf neustem Stande bleiben,

ist der rote Hahn zu sehn

muss er schnell zum Brandort gehn.

 

 

Er sorgt sich auch um unsre Jugend

damit erhalten bleibt die Tugend,

Prellbock muss er häufig sein

wenn getrunken Bier und Wein,

er muss   Streitigkeiten schlichten

Betrunk‘ne muss er neu aufrichten.

 

 

Der Polizist in diesem Land

ist fast von allen anerkannt,

er ist stets für den Bürger da 

ich meine: Er ist bürgernah.

Der Polizeidienst ist recht schwer

drum bitte, schimpft doch nicht so sehr,

wenn ihr ihn ruft - es dauert was

ist er verhindert - ohne Spaß.

 

 

Die Polizei ist bürgernah 

auch für Dich –

ist sie stets da.

 

 

 

 

 

Richard von Lenzano

10/83

 


 


 

Der Spatz

 

 

Ein Spatz der saß im Apfelbaum

er war noch jung und voller Flaum,        

der Flaum war noch so richtig feucht      

weil er schnell aus dem Ei entfleucht.      

Neben ihm herrscht reges Leben

weil es Nachwuchs hat gegeben,

ganz nahe man zusammendrängt 

der Platz im Nest ist sehr beschränkt.     

 

 

Ganz langsam stellt sich Hunger ein        

Es muss was in den Magen rein, 

doch woher bekomm’ ich Futter?          

Hallo Vater, hallo Mutter.                      

Habt ihr uns im Nest vergessen  

das ihr beiden habt besessen?                

Wir jetzt großen Hunger haben  

wollen uns mit Nahrung laben.    

 

 

Vor Hunger fall’n die Äuglein zu 

im Nest herrscht eine große Ruh’,          

ein warmer Wind umkost den Baum      

und trocknet so der Spatzen Flaum.       

Die junge Brut hat sehr viel Glück          

die Eltern kamen schnell zurück, 

sie landen beide auf dem Nest               

fast wäre alles allerbest:             

 

 

Jeder will nun der erste sein                   

doch – alle sind doch noch so klein,       

ein kleiner draller, frecher Spatz 

veranstaltete die große Hatz.                  

Geschwisterliebe kennt er nicht  

und es ihn nicht die Bohne ficht, 

ob die anderen werden satt                    

einige sind jetzt schon ganz matt.

 

 

Es war mal wieder Futterzeit                  

die Eltern standen schon bereit,  

alles diesmal friedlich geht                      

die Brut jetzt eng zusammensteht.           

Wo war der freche kleine Spatz?           

Den hat geholt des Nachbars Katz’.

Er war zu dick und fiel vom Baum

beendet war sein Lebenstraum.

 

 

 

 

 

 

Richard von Lenzano

© 07/2007

 

 






Die Made 

 

Das Madenkind im Apfel schlief,

als seine Mutter plötzlich rief:

Kind, du darfst es nie vergessen

kleine Maden müssen fressen.

 

Mama, ich bin noch richtig satt,

fraß viel von diesem Apfelblatt,

lass mich einfach noch was liegen

ich lass mich vom Winde wiegen.

 

Mama kroch aus dem Apfelhaus

nach oben – an die Luft hinaus,

doch – hier musste sie erkennen

besser wäre - jetzt zu pennen,

 

denn sie sah die vielen Fratzen

einer großen Schar von Spatzen,

sie zog sich zu dem Kind zurück

denn – diesmal hatten sie noch Glück.

 

 

 

 

Richard von Lenzano

© 11-2008

 

 

 

 




 

 

 Die Wette

 

 

Zwei Frösche schlossen eine Wette:

Wer größ'res Sprungvermögen hätte.

Der eine, war ein Springfrosch, braun,

Er traute seinen Augen kaum

Weil hier ein grüner Wasserfrosch

Auf einmal große Reden drosch.

 

Gut getarnt und unerkannt

Leben Frösche viel an  Land,

Doch es soll auch andre geben

Die lieber noch im Wasser leben.

 

Der Springfrosch, der lebt nur am Land

Das ist wohl vielen nicht bekannt,

Beim Wasserfrosch, da ist es richtig

Für den ist nur das Wasser wichtig.

Fast jeder Frosch kann auch gut springen

Man hört sie nachts mit Inbrunst singen.

 

Nachdem die Wette war beschlossen

Wurd' zünftig diese auch begossen,

Nun wurde eifrig nachgedacht

Wer über diese Wette wacht.

Das Problem war plötzlich klar

Denn es erschien - Freund Adebar.

 

Ausgemacht wurden die Regeln:

Es zählt nur springen und nicht segeln.

Ein Sprungplatz wurde bald gefunden

Und vom Storch für gut befunden.

 

Unter den Tieren wurd' bekannt

Dass bald diese Wett' stattfand,

Der Sprungplatz wurde hergeachtet

Tribünen hat man auch errichtet.

 

Als der Sprungplatz dann war eben

Setzte man sich dicht daneben,

Alle waren sehr gespannt

Auf diese Wette - hier in Land.

Die Frösche machten sich schon warm

Adebar prüft den Starterarm.

 

 

 

Dann, auf die Plätze, fertig, los,

Ging das Springen los, famos.

Als erster kam der Springfrosch dran

Der ja phantastisch springen kann,

Er sprang zwei Meter in die Luft

Danach war die Kraft verpufft.

 

Dann kam der Wasserfrosch zum Sprunge

Sprang ab, mit vollgefüllter Lunge,

Er kam nur kurz vom Boden weg

Und fiel zurück - mit großem Schreck.

Der erste Durchgang war zu Ende

Der Wasserfrosch hofft auf die Wende.

 

Beim zweiten Sprung, man glaubt es kaum

Der Springfrosch sprang auf einen Baum,

Dort saß er und sah mit Bedacht

Was sein Konkurrent jetzt macht.

Dieser hob vom Boden ab

Doch sogleich wurd' er auch schlapp,

Er fiel zurück auf seinen Rücken

Die Gäste lachten mit Entzücken.

Der Wasserfrosch lag regungslos

Und alle dachten, er sei tot.

 

Herr Adebar trat in Aktion

Und reicht dem Springfrosch seinen Lohn,

Es war ein großes Glas voll Fliegen

Die bald dem Frosch im Magen liegen.

Kaum hat die Fliegen er gefressen

Hat wieder er im Baum gesessen,

Der Wasserfrosch nun regt sich wieder

Und quakt, weil er gebroch'ne Glieder.

Er ist traurig und wird blasser

Weil er an Land - und nicht im Wasser,

Der Storch hat keine andre Wahl

Und nahm den Frosch zu seinem Mahl.

Der Springfrosch auf dem Baume lacht

Weil er in Sicherheit - sich hat gebracht.

 

Und die Moral von der Geschicht:

 

Willst nicht verlieren dein Gesicht:

Verwette nur dein Leben nicht.

Wer hoch hinaus will in dem Leben:

Wird tiefe Fälle oft erleben.

 

So ist nun mal des Lebens Lauf:

Der Große frisst den Kleinen auf.

 

Richard von Lenzano

© 10/83

 



Drama eines Regenwurmes

 

 

Auf dem Lande steht ein Turm

daneben liegt ein Regenwurm,

und es denkt der kleine Wurm:

Wie komm ich bloß auf diesen Turm?

Mein Blick der ist ja so beschränkt

so denkt er nun - der Wurm - gekränkt.

 

Der Schöpfer, der dies alles macht

der hat an Würmer nicht gedacht,

ich wollt' schon gern' mal in die Höh',

damit ich mal was andres seh'.

Der Blick von oben ist famos

doch leider - bin ich nicht so groß.

 

Selbst die Treppe stellt er fest

ist für ihn nicht allerbest,

auch die Wände sind zu glatt

weil er zu wenig Kräfte hat.

Traurig liegt der Regenwurm

am Fuße von dem großen Turm,

 

Er hadert nun mit seiner Welt

und sich ihm die Frage stellt:

Es gibt so viele, kleine Wesen

die in Natur, wie ich, genesen,

hat der Schöpfer dies gemeint -

weil er nicht groß und klein vereint?

 

Der Wurm, der ringelt sich am Boden

als eine Krähe kommt geflogen,

sie pickt auf den kleinen Wurm

und fliegt mit ihm - hinauf zum Turm.

Dem Wurm ist die Gefahr bewusst

von ihm fällt ab – der ganze Frust.

 

Ich hab's geschafft - ich kleiner Wurm

jetzt endlich bin ich auf dem Turm.,

die Krähe macht den Schnabel auf

da nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Zerdrückt im Magen ist der Wurm

die Krähe fliegt nun weg vom Turm.

 

Sie schwebt durch die Lüfte, leise -

der Wurm kam so - zur letzten Reise.

 

 

 

 

Richard von Lenzano

© 10/1983



 

 

Einsames Blümelein

 

 

Blümelein

im Sonnenschein

deine Blüte

ist so klein

 

Blümelein

zart im Wind:

sag, wo die

Insekten sind

 

Blümelein

so schön und fein -

was wurde aus

dem Sonnenschein?

 

Blümelein

am Straßenrand -

dich man zuletzt

vor Jahren fand

 

Blümelein

verwelkt, verkannt -

wo wächst du noch

in diesem Land

 

Blümelein

wie ist dein Namen -

degeneriert schon

ist Dein Samen

 

Blümelein

dich gibt´s nicht mehr -

weil die Erde

öd und leer.

 

Blümelein

stand zart im Wind

und fragt sich:

Wo die Menschen sind?

 

 

 

Richard von Lenzano

© 07/93



                                                      

 

Irrtum

 

 

War einmal ein Lindenbäumchen

auf  dem nicht wächst kein einzig Pfläumchen

kam geflogen kleiner Vogel

um sich Pfläumchen abzuholen.

 

Vogel sitzt auf Lindenbäumchen

und er sieht kein einzig Pfläumchen

denn – auf einem Lindenbäumchen

wachsen nun mal keine Pfläumchen.

 

 

 

 

 

Richard von Lenzano

© 09-2007

 

 




Kirschenmund

 

 

Kirschen sind gut

und sind fast rund

schmecken jedem

Kindermund

 

 

Richard von Lenzano

© 03/2006

 




Kirschenzeit

 

 

Die Kirschen sind reif

der Baum hängt so voll,

ich mir eine greif

die fast überreif -

Saft aus dem Mund quoll

 

die Kirschen sind groß

die Kerne sind klein,

ich find es famos

denn jetzt geht es los -

ich spuck nur noch Stein

 

die Kirschen sind rot

und schmecken sehr süß,

mag kein Abendbrot,

denn ich bin in Not -

mir ist schon so mies

 

die Kirschen sind reif

mein Bauch ist so voll,

lieg im Bette steif

und es nicht begreif -

mein Magen der schwoll

 

die Kirschen war’n groß

mein Bauch war zu klein,

es geht jetzt gleich los

oh Gott – meine Hos’ -

es muss wohl so sein

 

die Kirschen sind rot

ich kann jetzt nicht mehr,

denn ich bin fast tot

und leid’ große Not -

der Magen ist leer

 

die Kirschen sind rot

ich mag sie nicht mehr,

bis zum Morgenrot

ist alles im Lot -

Kirschen gibt’s nicht mehr.

 

 

Die Kirschen sind weg

wie in jedem Jahr,

es hat keinen Zweck –

die Stare sind keck:

Jeder – Star für Star.

 

 

 

 

 

Richard von Lenzano

© 01/1984

 

 






Lernen

 

 

 

Auf

Schulen und

Universitäten

lernt man

für den

Beruf -

 

für

das Leben

lernt man

durch das

Leben

Richard von Lenzano

© 10/83

 


 

Luftballon

 

 

Außen ist Gummi

und innen viel Luft

wenn man nicht aufpasst

ist er schnell verpufft

 

 

 

 

Richard von Lenzano

© 11-2008

 

 

 




Ostereier

 

 

 

 

Jedes Jahr dieselbe Feier

Kinder färben Ostereier,

an vielen Sträuchern vor dem Haus

hängen bunte Eier aus.

 

Jedes Jahr dieselbe Feier

Kinder suchen Ostereier,

in der Wohnung und im Garten

Kinderaugen sehend warten.

 

Jedes Jahr dieselbe Feier

Kinder essen Ostereier,

diese liegen schwer im Magen

manche diese Last schon plagen.

 

Jedes Jahr dieselbe Feier

mit und ohne Ostereier

Ostern war doch ein schönes Fest

Eier – geben mir jetzt den Rest.

 

 

 

 

Richard von Lenzano

© 2008-03

 

 

 



 

Rabeneltern

 

 

 

Raben gehören zur Familie der Singvögel.

Zu den Raben zählen u.a.:

Kolkraben, Krähen (Alpenkrähe),

Dohlen (Alpendohlen), Elstern,

Eichel- und Tannenhäher.

 

 

 

Es ist Februar und die Natur hat noch nicht mit

dem Übergang zum Frühling begonnen.

In einer riesigen Platane, abseits eines

kleinen Feldweges, hat die Familie Kolkrabe

damit begonnen, ein neues Nest zu bauen.

 

Sie hat die Konstruktion des Baus übernommen,

während er für das Material zuständig ist.

In unzähligen Flügen bringt er Zweige

sowie Moose und Haare für den Innenausbau an,

es soll ja weich und gemütlich werden.

 

Die beiden sind bereits seit 2 Jahren zusammen,

wollten auch ihre altes Nest wieder benutzen,

aber die Winterstürme haben es zerfetzt

und in alle Winde verstreut – also

es musste neu gebaut werden.

 

Nach Vollendung des Nestes kam es – wie jedes Jahr

zur erneuten Hochzeit des Paares.

Das Weibschen legte 5 Eier in das Nest

und bebrütete diese fast ausschließlich allein.

Nur zur Nahrungsaufnahme wurde sie abgelöst.

 

Nach 22 Tagen schlüpften 5 niedliche Junge

aus ihren Eiern und trockneten ihren Flaum.

Für die Eltern begannen nun arbeitsreiche Tage,

ewig hatte die Brut Hunger und beide Eltern

waren laufend unterwegs, um Nahrung zu beschaffen.

 

Kolkraben sind Allesfresser und die Eltern

flogen Aas und kleine Lebewesen zum Nest,

um die hungrigen Schnäbel zu stopfen.

Sie waren froh, wenn die Sonne unterging

und die Nacht mit ihrer Stille hereinbrach.

 

Nach 42 Tagen wurde das Nest langsam zu eng

und die jungen Raben begannen bereits,

kräftig mit ihren Flügeln zu schlagen.

Dabei kam es bereits zu kleinen Sprüngen

und man konnte bereits auf dem Nestrand landen.

 

Einige Tage später, ist das Nest verlassen,

die jungen Kolkraben sind flügge geworden.

Sie sind ausgeflogen und haben sich ein

eigenes Revier ausgesucht , aber trotz allem

sind sie noch in der Nähe zu finden.

 

Dank der fürsorglichen Behandlung und Fütterung

durch die Eltern sind die Vögel behütet und

gefahrlos und umsorgt aufgewachsen.

Alle Tiere wurden gleichermaßen behandelt

und keines wurde vernachlässigt.

 

 

Sollte das, was bei

den Kolkraben

selbstverständlich ist

nicht auch für uns

Menschen gelten?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Richard von Lenzano

© 07/2007

 

 

 



Rätsel

 

 

Ich hab' ein Tier

du glaubst es kaum,

lebt nicht an Land

auf keinem Baum.

Es kann nicht fliegen

auch nicht laufen,

in Deutschland kannst du

es auch kaufen.

 

 

Es lebt im Wasser 

nicht im kalten,

mitunter sich versteckt

muss halten.

Es kann sich tarnen

mit viel List,

weil dann das

Wasser trübe ist.

 

 

Praktisch könnte mit ihm

man schreiben,

doch dieses lass ich

lieber bleiben.

Gut zubereitet

soll es schmecken,

und viele sich die

Finger lecken.

 

 

Wenn es bei ihnen liegt

im Magen,

dann wär' die Chance

hier schnell zu fragen:

 

Was für ein Tier

hab' ich im Haus,

dem bald ich mache

den Garaus ?

 

 

 

 

Lösung:

 

Mein Tintenfisch

der mag mich nicht - 

 

drum kommt er auf den

Mittagstisch.

 

 

 

 

 

 

Richard von Lenzano

© 12/1979

 

 

 

 

Schlittenfahrt 



Wenn es draußen hat geschneit 
ist die Schlittenzeit soweit, 
Kinder jetzt zum Rodeln gehn 
Schlittenfahren ist so schön. 

Es geht in den Schnee hinaus 
keiner bleibt allein zu Haus, 
viele Kinder sind im Schnee 
die ich alle rodeln seh. 

Als man auf dem Hügel war 
ging‘s bergab – ganz wunderbar, 
und man rodelt ohne Pause 
ganz rasant im Schneegebrause. 

Das Geschrei ist riesengroß 
dieses Tempo ist famos, 
plötzlich ist die Fahrt zu Ende 
unerwartet kam die Wende. 

Dieses Ende musste sein 
mit Karacho auf den Stein, 
der im Schnee – ganz unsichtbar 
Ende dieser Abfahrt war. 






Richard von Lenzano 
© 11-2008 









Stärker als Asphalt 


Sicher hast du schon einmal eine alte Landstraße gesehen. Sie wird nur noch wenig befahren, seit es die neue Autobahn ein Stück entfernt von hier gibt.

Bis zu dem Zeitpunkt rollten schwere Traktoren und Lastwagen und ganz normale Autos  über sie dahin.

 

Vor langer Zeit wurde sie mit Asphalt überzogen, aber dann kamen viele Jahre von Sonnenhitze, Eiseskälte, Wind und Regen, bis sie ganz verschlissen war.

Heute liegt die alte Straße fast vergessen zwischen Wiesen und Feldern, sie wir nur noch von ein paar Anwohnern und Bauern benutzt.

 

An ihren Rändern wächst in dichten Büscheln Löwenzahn.  Im Frühsommer, wenn es warm ist, leuchtet alles kilometerweit dottergelb, im Sommer schweben die Samen mit ihren kleinen Fallschirmen in die Luft, landen in den Wiesen rundherum aber auch auf dem alten, brüchigen Asphalt unserer Straße.

 

Es dauert dann auch nur eine kurze Zeit bis der Wind  alle Samen verteilt hat.

Doch, einer der Samen wurde direkt in eine Spalte der Fahrbahn geweht und blieb dort liegen, trotzdem hat er Glück, denn er konnte dort den Winter verbringen ohne zu erfrieren.

 

Inzwischen ist ein Jahr vorbei und die ersten Sonnenstrahlen  wärmen den Asphalt.

Der Samen vom Vorjahr wachte auf und begann zu keimen.

Wie im letzten Jahr leuchtet die alte Landstraße wieder in voller Pracht, aber diesmal gab es noch etwas Besonderes zu sehen:


In der Mitte der Fahrbahn war der Asphalt aufgebrochen und eine kleine Öffnung entstanden. Aus dieser wuchs, durch die Kraft der Sonne angetrieben 
unser Löwenzahnsamen aus dem letzten Jahr.

 

Er war ursprünglich so klein und zart,  wog nicht mal ein Gramm und ist doch so unheimlich stark gewesen, den Asphalt zu sprengen, um seinen Weg nach oben zu finden. 






Richard von Lenzano 
© 01-2009

 




 


Süße Kinderträume



Bonbons wachsen an den Bäumen

Zuckerwatte in der Luft

Schokos Straßenränder säumen

Schokoladenkatze ruft


Puderzucker auf den Straßen

Häuser nur aus Marzipan

Smarties rollen durch die  Gassen

Kinderherzen sind im Wahn


Wasser gibt’s als Limonade

an den Brunnen dieser Stadt,

Riesen-Storkies als Arkade

Kinder setzen alles matt


 Katjes hängen von den Zweigen

Süßigkeiten überall

Gummibären tanzen Reigen

Kaugummi als Gummiball


Süßigkeiten wie am Band

denn hier gibt es allerhand

im großen Kinderleckerland

Wo ist der Weg in diese Land?



Richard von Lenzano.

© 01/209



Überholverbot

 Mein Gott,

sagte der

kleine Zeiger

der Uhr,


nun hätte ich fast

meinen

großen Bruder

überholt,


und was

dann  ...




 

 

 

 

 

Richard von Lenzano

© 06/2007


 


 


Verfressen

Nach langer Zeit war es der Made des

Apfelschalenwicklers endlich geglückt,

sich am Ast des Apfelbaumes

entlang zu schlängeln.

Sie hatte in der Rinde überwintert

und suchte sich einen schönen und

knackigen Apfel aus.

 

Sie lächelte ihn an, aber der

Apfel beachtete sie nicht.

Sie fragte ihn dann einfach:

„Du, Apfel, darf ich

in Dir wohnen?“

Der Apfel schüttelte sich so heftig,

dass er fast vom Stiel gerissen wäre.

 

Die Made kroch zu ihm hin, stellte fest,

dass er sich nicht wehren konnte und

setzte sich ausruhend auf die rote

Sonnenseite des Apfels.

„Ja, ja“ sagte sie, „hier will ich mir

meine Wohnung einrichten“.

Und sie fing an, an der Schale

des Apfels zu nagen.

 

Sie konzentrierte sich voll auf

ihren neuen Hauseingang und

bemerkte so nicht, wie ein kleiner

Sperling auf einem Nebenast landete.

Ganz langsam tastete der sich an

den Apfel heran und mit einem

letzten kleinen Satz war er bei

der eifrig fressenden Made.

 

Die Made war gerade im Schnabel,

als sie auch schon verschluckt wurde.

Der Sperling hob ab und flog

der Sonne entgegen.

Leicht geblendet sah er nicht den Sperber

der ihn sofort im Fluge schlug und mit ihm

zu seinem Nest flog.

 

Hätte die Made auf die Zeichen des

Apfels reagiert, wäre ihr dies Unglück

nicht widerfahren.

Fresssucht und Eigennutz machte sie

unvorsichtig, was sie selbst,

aber auch der Sperling mit dem

Leben bezahlen mussten.

 


Richard von Lenzano

© 10/2006

 

 

 

Wie das Gänseblümchen zu seinem Namen kam 


Es ist schon ganz viele Jahre her, als auf einem großen Bauernhof an der Ostsee eine Bauernfamilie lebte. Da waren Vater und Mutter und die beiden Kinder Fritz und Julchen, die mit ganz vielen Tieren zusammenlebten. 

Wenn Julchen und Fritz nicht in der Schule waren, tollten sie den ganzen Tag auf dem Bauernhof und den großen angrenzenden Wiesen herum. Sie spielten verstecken und fangen und liefen mit den Tieren um die Wette. 

Und dann gab es da noch genau 27 Gänse. Die waren normalerweise auf einer Wiese, die mit einem Drahtzaum umgeben war, damit sie besser beaufsichtigt werden konnten. 

Den ganzen Tag war von den Gänsen ein fürchterliches Geschnatter zu hören, sie hatten sich ja so unsagbar viel zu erzählen. Meist fing eine zu schnattern an und die anderen antworteten dann alle auf einmal. 

Julchen und Fritz waren aber trotzdem von den Tieren so begeistert, dass sie immer mehr Zeit in der Nähe der Gänse verbrachten. Dabei machten sei eines Tages eine besondere Entdeckung. Da dies aber schon spät am Abend war, wollten sie am nächsten Tage noch einmal besonders darauf achten, ob das, was sie tatsächlich gesehen hatten, auch richtig war. 

Als beide in ihren Betten lagen und noch einmal die Erlebnisse des Tages austauschten, kamen sie noch einmal auf ihre Entdeckung zu sprechen. Sie konnten kaum erwarten, dass die Nacht zu Ende ging und schliefen beide vor Erschöpfung ein. 

Am frühen Morgen, als der Hahn alle Schläfer mit einem lauten Kikeriki weckte und begrüße, waren Julchen und Fritz sofort aus dem Bett. Sie haben sich schnell gewaschen und danach gefrühstückt, als sie auch schon aus dem Haus waren. 


Die Gänse hatten bereits von der Mutter ihr Zusatzfutter bekommen und schnatterten - wie immer - alle durcheinander. 
Dazwischen zupften sie die saftig grünen Blätter des Löwenzahns und seine gelben Blüten mit ihren breiten Schnäbeln ab, und verspeisten sie. 
Dann wurden hie und da einige Grashalme heraus gezupft und ebenfalls gefressen. 

Eine ganze Weile sahen Julchen und Fritz dem Treiben der Gänse zu und stellten fest, dass die Gänse viele, kleine und zarte Blümchen nicht anrührten, sondern einen Bogen um sie machten. 
„Siehst Du, was ich auch sehe"? fragte Fritzchen seine Schwester. 
„Ja, aber warum mögen sie die den gerade diese nicht"? antwortete Julchen. 
Darauf sagte Fritz zu Julchen: „Ich glaube, dass sie diese Blume auch so wunderschön wie wir finden, und sie sie deshalb nicht fressen wollen"... 

Seit dieser Zeit heißt die schöne Blume nur noch 
„Gänseblümchen" 





Richard von Lenzano 
© 12-2008





Der Weihnachtsbaum

Vor
langer Zeit,
als Weihnachten weit,
da standst du im Tann
und fragtest dich - wann?
Wann holt man dich fort, von dem kalten Ort,
und stellt dich ins Zimmer, mit Kerzen und Glimmer.
Die Zeit sie lief, die Natur sie schlief,
doch dann kam ein Mann - und fasste dich an.
Hob hoch dein Kleid, man hörte es weit,
die Säge - sie sang, mit hellem Klang,

man lud dich auf, du kamst zum Verkauf,
du strahltest mit Feuer, deshalb warst du teuer.
Ich hab' dich gesehen, um mich war' s geschehen,
ein so schöner Baum - ich fasste es kaum.
Ich hab' dich erworben, als du schon gestorben,
doch du hattest noch Saft, denn du brauchtest noch Kraft.
Dann hab' ich dich eingestielt, du mit deinen Nadeln schielst,
ich hab' dich auf den Tisch gehoben, dein süßer Duft hat mich umwoben.


Ich stellt' dir Kerzen in dein Kleid, vor allem unten - wo es weit,
auch Kugeln hängt ich an den Ast, weil das zu deinem Kleide passt,
Lametta ward noch angebracht, dann strahltest du - welch eine Pracht,
Kerzen hab' ich angemacht, man sah schon, wie du friedlich lachst.


Die Bescherung war vorbei, danach warst du einerlei,
wir hatten die Freude - so sind sie, die Leute.
Danach hat man dich abgeschmückt, dein grünes Kleid ward arg zerpflückt,
man stellte dich dann in den Garten, dort kannst du bis zum Frühjahr warten.


Mein lieber, kleiner Weihnachtsbaum, dies war nicht nur ein böser Traum -
der Mensch benutzt - und wirft dann weg, wenn man erfüllt hat, seinen Zweck.
Vor langer Zeit,
als Weihnachten weit,
da standst du im Tann
und fragtest dich - wann?
Doch heute -
wo du hast Ruh'
da fragst du
dich nur -

wozu?!

© 11-2008 by Richard von Lenzano